Die Fehlerkultur in österreichischen Schulen ist von einer Defizitorientierung geprägt, die Lernende häufig entmutigt und ihre Entwicklung hemmt. Fehler werden oft als Versagen betrachtet und mit schlechten Noten bestraft, anstatt als wertvolle Lernchancen genutzt zu werden. Diese Haltung führt zu Angst und Blockaden bei Schüler*innen, was das Lernen erschwert und die Motivation verringert. (paedagogik-news.stangl.eu)
Um aus Fehlern einen effektiven Lernprozess zu erhalten, sind drei Komponenten erforderlich:
Erstens muss der Fehler bewusst wahrgenommen werden.
Zweitens muss er verstanden werden, um seine Ursachen erklären zu können.
Drittens muss die Möglichkeit bestehen, den Fehler zu korrigieren.
(Gräsel, Neumann, Gruber, Rothnagel & Prenzel, 2021)
In unserer gegenwärtigen Gesellschaft ist es die Aufgabe eines jeden Individuums, selbst Lösungsstrategien für Fehler zu finden. Wir werden für das Thema Fehler weder auf eine gesunde Art sensibilisiert noch mit Instrumenten und Methoden zur Bewältigung dieser ausgestattet.
- Es wird uns nicht gelehrt, wie mit Fehlern auf eine konstruktive und gesunde Art umgegangen werden kann.
- Es gibt in Österreich keinen einheitlichen pädagogischen Ansatz in der Ausbildung von Lehrpersonen zu einer positiven Fehlerkultur.
- Es gibt keine Chancengleichheit in der Vermittlung von gesundem Umgang mit Fehlern in den Familien von Schüler*innen.
- Es gibt keine im Schulsystem integrierte Struktur für gesundes Fehlermanagement.
Es gibt kein flächendeckendes Fach ”Failstunde”, in dem eine positive Fehlerkultur erlernt wird.



